Aktiv oder passiv?

Man kann sowohl in einen aktiv gemanagten Fonds, bei dem ein Fondsmanager die Anlageentscheidungen trifft, investieren oder in einen Exchange Traded Fund (ETF), der alle Wertpapiere eines Index wie DAX oder MSCI World abbildet. Was ist die bessere Alternative? Auf den ersten Blick spricht viel für ETFs. Sie zeichnen sich durch eine niedrige jährliche Verwaltungsgebühr (meist zwischen 0,20 % und 0,65 %) aus. Bei einem aktiv gemanagten Fonds beträgt die Gebühr hingegen meistens 2 % bis 3 %. Durch die höheren Gebühren muss die erwirtschaftete Rendite eines aktiv gemanagten Fonds also höher ausfallen, um auch nur die gleiche Performance wie ein vergleichbarer ETF zu erzielen.


15,7 %

der Deutschen hatten 2017 direkt oder indirekt in Aktien investiert. Das ist im internationalen Vergleich wenig – in den USA besitzt beispielweise mehr als die Hälfte aller Menschen Aktien oder Aktienfonds.

Quelle: DAI (Deutsches Aktieninstitut e. V.)


Fakt ist, dass es Fondsmanager oft nicht schaffen, den Vergleichsindex zu schlagen. Warum ist das so? Häufig orientieren sich Manager am Vergleichsindex oder ihr Anlagehorizont ist kurzfristig gewählt. Mit aktivem strategischem Management hat das wenig zu tun.

ETFs waren ursprünglich dazu gedacht, vorübergehend in einen Markt oder eine Anlageklasse zu investieren. In der langfristigen Alters­vorsorge kommt es aber auf mehr an.

Fondsgesellschaften wie Setanta von Canada Life, die sich langfristig positionieren, können es schaffen, eine Outperformance gegenüber ihren Vergleichsindizes zu erwirtschaften. Dabei – und das ist ganz wichtig – haben sie mögliche Risiken immer im Blick. Während der ETF in alle Titel eines Index investieren muss, selektieren Fondsmanager gezielt Qualitätstitel und greifen ein, wenn Aktien oder auch komplette Märkte einbrechen. Diese Vorteile überwiegen auf lange Sicht mögliche Kostennachteile für den Kunden.