Mutmacher oder Angstmacher?

Köln-Heidenheim-Goslar-Köln: Das ist meine Dienstreise-Woche. Es ist Freitag und nach einer spannenden Außendienstwoche bin ich auf dem Rückweg ins Büro nach Köln. Die Rückfahrt ist perfekt, um an diesem Editorial zu arbeiten: eine mit Terminen vollgepackte Woche mit vielen persönlichen Eindrücken rund um unser Geschäft.

Folgende Gedanken möchte ich diesmal mit Ihnen teilen: Wir – also möglichst alle Branchenteilnehmer – sollten endlich aufhören, den Menschen – unseren Kunden – Angst zu machen. Angst lähmt, Angst motiviert nicht. Und wir sind gut darin, Angst zu machen: etwa Angst vor der Altersarmut, vor Strafzinsen oder Angst vor schlimmen Erkrankungen. Und, da wir ja nicht die einzigen sind: Auch andere Branchen und die Politik hauen viel zu oft in die gleiche Kerbe. Und die Segnungen der Digitalisierung führen uns den ganzen Tag vor Augen, wie schlecht die Welt angeblich ist.

Jetzt bin ich mit Anfang 50 oft in der glücklichen Situation, meine Lebenserfahrung als Schutzschild nutzen zu können. An mir perlt viel der zum Beispiel über Social Media verbreiteten Panikmache ab – nicht immer, aber immer öfter. Diesen natürlichen Schutzschild haben junge Menschen einfach noch nicht. Ihre erlebte Realität spielt sich in immer höherem Maße online ab, in den sozialen Medien. Neben vielen Vorteilen heißt das aber eben auch, rund um die Uhr Weltuntergangsstimmung ertragen zu müssen. Reißerische Schlagzeilen werden oft von einseitigen Kommentaren begleitet – kein Wunder, wenn junge Menschen den Kopf in den Sand stecken. Verunsichert machen sie dann vorsichtshalber erst mal gar nichts.

Also, wenig überraschend wird die Digitalisierung immer mehr zu einem festen Bestandteil unseres Alltags und nimmt zunehmend Einfluss auf die Versicherungsbranche. Das Spannende aus meiner Sicht dabei: Rund die Hälfte der Befragten aus unserer aktuellen Umfrage* ist sich einig, dass Gesundheits-Apps, Fitness-Tracker und Co. gut sind, um informiert zu sein und Prävention zu betreiben. Über ein Drittel der Befragten sieht die Digitalisierung als Chance. Wenn es allerdings um Versicherungen geht, sieht das schon anders aus. Lediglich 11 % der Befragten würden eher oder auf jeden Fall eine Versicherung bei Google, Amazon & Co. abschließen, sollte dies in Zukunft angeboten werden. Zudem vertrauen mehr als die Hälfte der Befragten digitalen Tools nicht genug, um ihre Handlungsvorschläge und Ratschläge annehmen zu können. Das Wichtigste aber: Die persönliche Beratung durch den Versicherungsvermittler ist in puncto Altersvorsorge nach wie vor die erste Wahl gegenüber einem Sprachassistenten.

Und hier kommen Sie ins Spiel:
Der Bedarf und Wunsch nach einer finanziellen Vorsorge für das Alter ist generationenübergreifend da. Allerdings würden gut ein Drittel gerne mehr für die Rente tun, können es sich aber nicht leisten. Hier kann eine persönliche und qualifizierte Beratung helfen, um Möglichkeiten aufzuzeigen. Und für genau diese Beratung sind die Erwartungen hoch. So sehen 47 % der Befragten ihren persönlichen Versicherungsvermittler als Problemlöser. Sie erwarten dabei allerdings von ihrem Versicherungs-Profi die Berücksichtigung von Daten aus dem Internet und die Nutzung von modernen Online-Tools und Rechnern.

Zurück zur Angstmache – denn hier schließt sich für mich der Kreis: Wir haben gemeinsam eine Riesenchance durch die wichtige Rolle, die Sie und wir Versicherer einnehmen. Man vertraut – Digitalisierung hin oder her – unserem Know-how im Umgang mit Versicherungen und der notwendigen Technologie sowie unserem Urteils- und Einfühlungsvermögen im persönlichen Kontakt.

Meine persönliche Bitte zum Schluss: Lassen Sie uns Zuversicht spenden statt Angst verbreiten und Wörter wie Rente oder gar Altersarmut aus unserem Vokabular streichen. Ich nutze viel lieber den Begriff lebenslanges Einkommen, denn darum geht es doch letztendlich. Man braucht immer ein Einkommen, um die notwendigen und die gewünschten Ausgaben zu begleichen. Wer sicher in die Zukunft schauen kann, weil sie/er sich gemeinsam mit unserer Hilfe ein lebenslanges Einkommen aufbaut, der wird sich nie mit dem Gespenst einer drohenden Armut im Alter herumschlagen. Ihre kompetente Beratung und Betreuung, unsere leistungsstarken Produkte und Services – eine unschlagbare Kombination!

Herzlichst

 

 

 

 

Markus Drews
Haupt­bevoll­mächtig­ter der
Canada Life Deutsch­land

* Quelle: Canada Life, Internationale YouGov-Studie zum Leben in der digitalen Gesellschaft von morgen