Garantiert ist garantiert!

Es ist schon einige Jahre her: Eine der ersten Fachpublikationen, die mir zur Brutto-Netto-Problematik bei der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) in die Hände fiel, war eine Marktstudie der Ratingagentur Franke & Bornberg.

Die Studie erschien 2014 und untersuchte die Entwicklung der Überschüsse in der BU. Die Ergebnisse haben mich damals mehr als überrascht: 26 von den 49 untersuchten Versicherern haben zwischen 2002 und 2012 ihre BU-Überschüsse abgesenkt. Hätten Sie´s gewusst? Die größte einmalige Absenkung lag sogar bei 29 Prozentpunkten.

Bereits seit einigen Jahren verweisen auch die Experten von Assekurata regelmäßig auf die Problematik einer möglichen Querverrechnung von BU-Überschüssen. Sie halten es für möglich, dass diese genutzt werden, um die von niedrigen Zinsen und hohen Garantien geplagten deutschen Altersvorsorgeverträge zu unterstützen.

Wenig überraschend war es da, dass Anfang dieses Jahres die Branche aufgewirbelt wurde, als mehrere Gesellschaften ihre BU-Überschüsse senkten und die Kunden dadurch mehr für ihren laufenden Vertrag zahlen mussten.

Und wie reagierte die Branche? Mit fast spektakulären BU-Aktionen stürzten sich Gesellschaften auf ihre Wettbewerber und Kunden: wenig bis keine Gesundheitsprüfungen, „Umtauschaktionen“ – teilweise sogar mit Leistungserhöhungen. Ich habe so ziemlich alles gesehen – Sie sicherlich auch. Bei großen wie kleinen Versicherungshäusern.

Doch wie gesund ist so etwas für das Kollektiv und die Beitragsstabilität? Ich bin gespannt, wann der erste Anbieter aus dieser Riege die Preise für die BU erhöht.

Wie es besser geht? Wir machen es vor: mit einem garantierten Beitrag – ohne Wenn und Aber!

Herzlichst

 

 

 

 

 

Markus Drews
Hauptbevollmächtigter der
Canada Life Deutschland