Brauchen wir nicht alle ein bisschen Vielfalt?

Britta Renno, Direktorin Personalmanagement und Unternehmenskommunikation

Gerade jetzt unter Corona vermissen wohl die meisten von uns die Vielfalt – wäre es nicht schön, wenn wir unsere Freizeit wieder gestalten könnten? Familie besuchen, auf ein Konzert gehen, sich abends mit Freunden im Restaurant treffen oder einmal wieder unbeschwert in den Urlaub fahren, all das ist Vielfalt.

Mit Vielfalt ist es wie mit vielen Dingen: Wenn sie da sind, fallen sie einem kaum auf, erst, wenn sie fehlen, dann merken wir, wie wichtig diese Dinge sind.

Vielfalt bereichert unser Leben. Sie begegnet uns aber nicht nur auf privater Ebene, sondern ist auch im beruflichen Bereich zu finden. Auch hier spielt sie eine entscheidende Rolle.

Mittlerweile haben viele Studien gezeigt, dass Vielfalt ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Unternehmen ist. Laut einer Studie von McKinsey sind Unternehmen, die heterogen aufgestellt sind, im Schnitt 25 Prozent profitabler.1 Auch die Boston Consulting Group bestätigt diese Ergebnisse und eine im letzten Jahr durchgeführte Studie der Handelsblatt Media Group mit dem Karriereportal StepStone zeigt, dass vielfältig aufgestellte Führungsteams gerade im Krisenmanagement nachhaltiger und besser führen.2,3

Aber: Kommt Vielfalt nicht einfach auch von selbst? Sollen wir wirklich aktiv darüber nachdenken, ob es in Sachen Vielfalt Optimierungsbedarf geben könnte?

Ich denke, der Gedankenausflug lohnt sich! Fangen wir einmal mit dem „Sprichwort-Test“ an. Welcher Typ sind Sie?

– Gleich und gleich gesellt sich gern

oder

– Gegensätze ziehen sich an?

Wie vieles im Leben ist es manchmal einfacher, auf Bekanntes oder Bewährtes zu setzen. Man weiß, was man hat und auch die Diskussionen gestalten sich meist einfacher, weil der andere ähnlich denkt.

Mit Gegensätzen auszukommen, ist ungleich anstrengender, bietet aber die Chance auf andere Perspektiven und spannende Diskussionen. Sind es nicht oft diese, die neue und gute Ideen hervorbringen?

Also: Die Mischung macht´s!

Bei Canada Life Europe ist Vielfalt schon lange ein bedeutender Bestandteil unseres Erfolgsrezepts. Ein simples Beispiel dafür: Derzeit arbeiten wir in einem Team aus 26 Nationalitäten in zwei Ländern zusammen.

Allein die Tatsache, dass wir Standorte in Deutschland und Irland haben, bietet schon eine gewisse Vielfalt. Auch wenn die beiden Länder geografisch nicht gerade Welten auseinanderliegen, gibt es kulturelle Unterschiede, die sich im Alltag zeigen – seien es die für Iren ungewohnte deutsche Direktheit oder im umgekehrten Fall die berühmten fünf Minuten Verspätung, an die sich so mancher deutsche Kollege erst gewöhnen muss.

Auch in den Teams selbst setzen wir auf Mitarbeiter mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, Erfahrungen oder Denkweisen. Ein Blick hinter die Kulissen einer modernen Versicherung zeigt, wie vielfältig die Berufsbilder sind, die wir für unser Geschäft benötigen. Neben klassischen Versicherungsberufen, wie Aktuar, Underwriter oder Leistungsprüfer, reicht die Spanne von Spezialisten für digitale Prozesse und E-Learning über PR- und Marktforschungsexperten bis hin zu einem Chief Employee Experience Officer.

Das Motto des diesjährigen deutschen Diversity-Tags, der heute am 18. Mai stattfindet, lautet „Vielfalt verbindet“. Für unser Unternehmen können wir das voll und ganz bestätigen. Wir sind als Unternehmen so vielfältig, wie es auch unsere Kunden und Geschäftspartner sind.

Ist das der Schlüssel zum Erfolg? Wenn man den Studien Glauben schenkt, ja. Für Canada Life kann ich das auf alle Fälle so bestätigen. Darüber, und das finde ich mindestens genauso wichtig, ist Vielfalt eine Bereicherung in unserem gesamten Alltag – beruflich wie privat.

Ihre Britta Renno


1 https://www.mckinsey.de/news/presse/2020-05-19-diversity-wins

2 https://www.bcg.com/de-de/publications/2018/how-diverse-leadership-teams-boost-innovation

3 https://www.stepstone.de/wissen/diversity/